Dort kämpfen wo das Leben ist – Die Aktualität des internationalen Frauentags im Jahr 2015

Vor mehr als 100 Jahren, begingen Frauen das erste Mal den internationalen Frauentag. Die Idee eines, sich jährlich wiederholenden, internationalen Demonstrationstages für die Rechte der Frauen geht auf Clara Zetkin zurück. Sie schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor.

Aus der Erklärung von Kopenhagen heißt es:
„Im Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dient. […] Der Frauentag muß einen internationalen Charakter tragen und ist sorgfältig vorzubereiten.“

Ging es den Frauen damals u. a. noch um die Erkämpfung des allgemeinen Frauenwahlrechts, ist der Frauentag heute nicht weniger wichtig. In vielen gesellschaftlichen Bereichen werden Frauen heute nach wie vor benachteiligt. Sie verdienen weniger als Männer, sind häufiger von prekärer Beschäftigung und Altersarmut betroffen und sind seltener in den Chefetagen anzutreffen. Und auch immer noch werden Frauen tagtäglich diskriminiert. Sie werden das „schwache Geschlecht“ genannt und häufig von „ihren“ Männern bevormundet und als billige Haushaltshilfe gesehen. Das konservative Rollenbild der Frau, aus der Zeit Clara Zetkins und Rosa Luxemburgs, existiert noch in vielen männlichen Köpfen.

Genau aus diesen Gründen sind wir, gemeinsam mit den Genossen der SDAJ Schwerin, am 8. März, auf die Straßen der Landeshauptstadt gegangen, um Nelken und den „Roten Leuchtturm“ zu verteilen. Es waren hauptsächlich junge Genossen, die sich an der Aktion beteiligten. In vielen Gesprächen konnten wir über die Aktualität des Frauentags berichten und über Probleme der Frauen erfahren. Diese Erfahrungen werden in unsere lokale Politik einfließen.

In unserem Parteiprogramm heißt es dazu:
„Die DKP unterstützt das Eintreten der Frauen für ihre Interessen und strebt dabei eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Gruppen und Initiativen an, deren Wirken auf die Verteidigung und den Ausbau der sozialen und demokratischen Rechte der Frauen gerichtet ist. Frauenunterdrückung ist ein zentraler Bestandteil kapitalistischer Ausbeutung. Der Kampf gegen sie kann nur im engen Zusammenwirken mit der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung erfolgreich sein. Er liegt im Interesse der gesamten Klasse. Die Emanzipation, das heißt die Befreiung der Frau ist nicht im Rahmen einer auf Ausbeutung beruhenden Gesellschaft zu verwirklichen. Voraussetzung dafür ist eine andere, eine sozialistische Gesellschaft.“

Oder mit den Worten von Alexandra Kollontai: „Ohne Sozialismus keine Befreiung der Frau – ohne Befreiung der Frau kein Sozialismus!“

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