Thälmannehrung in Rostock und Stralsund

Am 18.08.2016 gedachten mehr als ein Dutzend Personen in Rostock und mehr als 30 in Stralsund dem ehemaligen KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann. Im Folgenden veröffentlichen wir den Redebeitrag, der in Rostock sowie in Stralsund von Genossen der DKP gehalten wurde:

Lassen wir uns nicht daran hindern, für die Zerschlagung des deutschen Imperialismus einzutreten.

Der Landesverband der Deutschen Kommunistischen Partei Mecklenburg-Vorpommerns begrüßt alle Teilnehmer an der diesjährigen Gedenkveranstaltung für Ernst Thälmann. Für uns als Kommunisten ist es eine große Ehre, dieses hervorragenden Kämpfers für die proletarische Revolution und gegen Faschismus und Krieg zu gedenken. Wir gedenken mit ihm eines Menschen, der zeit seines Lebens gegen imperialistisches Unrecht, gegen imperialistische Gewalt eintrat – und der zuletzt auch sein Leben in diesem Kampf opferte. Erinnern wir daran, dass Ernst Thälmann alle Angebote der Todfeinde des Kommunismus – der Hitlerfaschisten –, ihn im Falle eines Übertritts zum sogenannten Nationalsozialismus aus der Haft zu entlassen und ihm darüber hinaus eine gutbürgerliche Existenz zu garantieren, zurückwies. Nie verriet er seine Partei, nie löste er sich vom proletarischen Internationalismus, nie distanzierte er sich von der Komintern und von der Sowjetunion. Sein Vertrauen in die Besiegbarkeit des deutschen Imperialismus in seiner barbarischsten Form – dem Hitlerfaschismus – brachte er in der Feststellung „Stalin bricht Hitler das Genick“ zum Ausdruck. Ein Vertrauen, das sich als absolut berechtigt herausstellen sollte.

Die Deutsche Kommunistische Partei, die 1968 in Westdeutschland als KPD-Nachfolgeorganisation neugegründet wurde, hat sich stets in der Tradition der Partei Thälmanns gesehen – wie es im Osten Deutschlands die SED tat. Gerade heute erscheint es uns als wichtiger denn je, offensiv für das einzutreten, was die Partei Thälmanns in ihrem Kampf für Frieden und Sozialismus ausmachte: die programmatische Einheit des Eintretens für demokratische und soziale Rechte, des Antifaschismus und des Antimilitarismus. Auch durch ihr Wahlprogramm für Mecklenburg-Vorpommern 2016 stellt die DKP sich bewusst in diese Tradition: Sie tritt für eine Zerschlagung aller faschistischen Organisationen – einschließlich der sie tragenden staatlichen Strukturen, v. a. des sogenannten Verfassungsschutzes – ebenso ein wie für eine flächendeckende Verbannung jedweder militaristischen Propaganda im öffentlichen Raum.

Lassen wir uns nicht davon abbringen, den deutschen Imperialismus, der in Westdeutschland unter herausragender Beteiligung der Täter und Profiteure des Hitlerfaschismus – der Mörder an Ernst Thälmann – wiedererstand, und der heute wieder durch offene Gewaltandrohung und -anwendung gegen andere Völker hervortritt, als das zu bezeichnen, was er ist: als friedensunfähig, und zwar nach außen wie nach innen. Und lassen wir uns nicht daran hindern, für seine Zerschlagung einzutreten.“

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