Rote Karte für Rassismus und Diskriminierung

Was macht man an einem wunderschönen, sonnigen Sommertag im August? Da gibt’s eigentlich nur eins: man und frau spielt Fußball! Idealerweise nicht nur aus Spaß am Spiel mit dem runden Leder, sondern auch um gesellschaftspolitische Botschaften zu vermitteln. So geschehen am 24. August im Stralsunder Paul-Greifzu-Stadion, beim ersten antirassistischen Fußballturnier der Aktionstage gegen Rechts. Insgesamt neun Teams spielten nicht nur um die begehrten FC Hansa Rostsock Heimspielfreikarten, sie kickten auch gegen Rassismus und zeigten damit der Öffentlichkeit was Rassismus ist: ein Arschloch. Die Chance für dieses Statement nutzten Mannschaften von Ribnitz Dammgarten bis Anklam. Besonders erfreulich ist auch die Teilnahme von zwei Flüchtlingsteams.
Die Stimmung im Stadion war durchweg positiv und entspannt. Und auch auf dem Feld wurde keine einzige Karte gezückt. Das zeigt, wie sehr die Spieler*innen um Fair Play bemüht waren.
Nachdem die Gruppenphase beendet war, ging es auch direkt mit den beiden Halbfinals weiter. Im ersten standen sich der 1.FC Asyl Anklam und der 1.FC Stabil gegenüber. Da die Partie zunächst mit einem 1:1 endete, musste eine Entscheidung nach Neunmeterschießen fallen. Dank einer Glanzparade von Keeper Kevin sicherte sich der 1.FC Stabil den ersten der beiden Plätze im Finale.
Ohne Neunmeterschießen kam das zweite Halbfinale aus. Mit einem 2:1 besiegte Vorwärts Stralsund souverän die Ostseekickers. Großes und kleines Finale standen somit fest.
Das kleine Finale endete für die Anklamer Jungs zunächst mit einer Wiederholung aus dem Halbfinale. Nach 12 Spielminuten trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 1:1. Also hieß es „Auf eine Neues“ für Asyl Anklam. Doch der Ostseekeeper erwies sich als harter Brocken für die Anklamer, denn zwei Bälle konnte dieser abwähren. Saubere Leistung! Am Ende 4:6 für die Kickers.
Im Finale standen sich dann, der von Anfang an auf der Favoritenliste stehende Vorwärts Stralsund und der Underdog 1.FC Stabil gegenüber. Von Beginn an laufstark präsentierte sich der FC und schenkte Vorwärts Nichts. Fast schien es als würde das dritte Neunmeterschießen anstehen. Doch dann, nach geschickter Kombination, 1:0 für Vorwärts. Nur kurze Zeit später folgte das 2:0 nach einem überaschenden Flankentor über links. Unhaltbar. Endstand 2:0. Sieger: Vorwärts Stralsund. Herzlichen Glückwunsch!
Ein riesengroßes Dankeschön an alle teilnehmenden Mannschaften. Ihr wart super! Im nächsten Jahr wird garantiert wieder gekickt. Gegen Rassismus und Diskriminierung.

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