Rostocker Ostermarsch 2012

Entsprechend dem gemeinsamen Aufruf des Anti-Atombündnisses Nord-Ost und des Rostocker Friedensbündnisses für Frieden, für Abrüstung und gegen Atomtransporte verbunden mit den Forderungen:
– keine Atomtransporte durch den Rostocker Hafen,
– atomare Abrüstung hier und weltweit,
– keine Beteiligung an Kriegsvorbereitung und Kriegen,
– für friedliche Technologien und zivile Arbeitsplätze,
fanden sich am Sonnabend, den 07.04.2012 zur Auftaktveranstaltung auf dem Rostocker Neuen Markt etwa 50 Teilnehmer trotz sehr widriger Wetterverhältnisse (Sturm, Kälte und Graupelschauer) ein.
Anlass für die genannten Forderungen der Rostocker sind:
1. die Gefährdung der Arbeiter und Passagiere druch Atomtransporte (1-2mal pro Woche) über die zivilen Fähren nach Schweden vom Überseehafen aus.
2. der Marinestützpunkt in Rostock-Warnemünde, der die aggressivsten Kriegsschiffe der NATO, die Korvetten K130 beherbergt,
3. der Flughafen Rostock-Laage, benannt nach dem Ingenieur Hans-Joachim Pabst von Oheim, der in der Zeit des Faschismus in den Heinkel-Flugzeugwerken, den größten Rüstungsproduzenten in der Region, Stahltriebwerke entwickelte.
Gleichzeitig ist in Rostock/Laage das Jagdgeschwader „Steinhoff“ der Bundeswehr stationiert. Damit trägt der Flughafen mehr militärischen als zivilen Charakter.
4. der zweitgrößte europäische Rüstungskonzern EADS, welcher eine Filiale in Rostock-Warnemünde betreibt und im Auftrage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt forscht und arbeitet.
Unser Ostermarsch, einer Fahrraddemonstration nach Warnemünde, begleitet von einem Polizeikonvoi machte Halt mit kurzen Kundgebungen an den Stationen „Heinkelmauer“, EADS-Standort in Warnemünde und am Außenturm der Westmole. Bei Einfahrt der Scandlines-Fähre bekundeten wir unseren Protest gegen die atomare Bedrohung (Rostock als internationale Drehscheibe für Atomtransporte), gegen die Rüstungsindustrie und Rüstungsexporte – wie auch zuvor unterwegs – mit Peace-Fahnen, Megaphon und Spruchbändern.

R. Greupner

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