Hiroshima-Gedenken in Rostock

Zum 06. August 2019 rief das Rostocker Friedensbündnis (RFB) zum Gedenken an die Opfer des Atombombenabwurfs in Hiroshima und Nagasaki vor 74 Jahren auf. Diesem Aufruf folgten mehr als 40 Rostockerinnen und Rostocker. Mehr als 100.000 Menschen starben bei den Explosionen, an den Folgeschäden weitere 130.000 bis Ende 1945. Die übergroße Mehrheit waren japanische Zivilisten sowie koreanische Zwangsarbeiter. In ihren Redebeiträgen gingen Vertreterinnen des RFB und der IPPNW (zu deutsch: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.) auf die Folgen des Atombombenabwurfes ein, aber auch auf die derzeitige kritische Lage. Die Hochrüstung, die Stationierung neuer Atombombem aus den USA in Deutschland und auch die Kündigung des INF-Vertrages, der das Verbot atomarer Mittelstreckenraketen vorsieht, durch die US-Regierung wurden thematisiert. Umrahmt wurde die Kundgebung durch den Vortrag mehrerer Gedichte von japanischen und deutschen Schriftstellern, musikalische Begleitung sowie das Aufsetzen von Lampions auf den Rostocker Schwanenteich, ähnlich, wie es in Japan Tradition ist. Weiterhin informierte Cornelia Mannewitz vom RFB, dass man den neuen Rostocker Oberbürgermeister dazu bringen möchte, „Mayor for Peace“ zu werden und sich für atomare Abrüstung einzusetzen.

An dieser Stelle möchten wir auf die Pressemitteilung der DKP hinweisen, die die Kündigung des INF-Vertrages kritisiert und vor einer erneuten Eskalation warnt:

„Was nun passiert, ist eine neue Qualität der Kriegstreiberei durch die USA mit Unterstützung der NATO-Staaten, darunter auch der Bundesrepublik Deutschland. Es droht die Entwicklung und Stationierung von Mittelstreckenraketen in Europa, gerichtet gegen Russland, dies beinhaltet die Gefahr das Europa zum atomaren Schlachtfeld wird. Es droht der Versuch der USA, landgestützte atomare Mittelstreckenraketen gegen China in Stellung zu bringen. Es droht die Zerstörung weiterer Verträge, die in der Vergangenheit ungezügelte Hochrüstung eindämmten. […] Ein Krieg mit Atomwaffen kann nur Verlierer haben, Europa droht zum Schlachtfeld zu werden. Wir brauchen eine Friedensbewegung, die diesen Kurs der Bundesregierung stoppt. Wir brauchen eine Friedensbewegung, die diese gefährliche Hochrüstung verhindert. Wir brauchen eine Friedensbewegung, die Schluss macht mit der Aggression gegen Russland und China.“

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