Fünf Jahre Klassenkampf an der Ostsee

Vor fünf Jahren, am 26.10.2013, bildeten die Gruppen und Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei in Mecklenburg-Vorpommern den dritten Landesverband in Ostdeutschland, nach Berlin und Brandenburg. Der Zusammenschluss sollte unter anderem kollektive Diskussionen fördern und Aktionsfähigkeit entwickeln. Dieser Schritt war nicht unumstritten, bedeutet eine Gründung doch nicht automatisch eine Stärkung. Die Gruppen konnten sich kaum halten, so dass fraglich erschien, ob eine neue Landesebene zusätzlich schwächt oder eben Kräfte bündeln kann. Zu diesem kleinen Jubiläum möchten wir eine erste Bilanz wagen.

Bildet euch, bildet andere
Nach langer Pause begann bereits der Koordinierungsrat für Mecklenburg-Vorpommern mit der Wiederbelebung des Bildungswochenendes. Hier findet zwei mal jährlich eine Vernetzung der Gruppen und Mitglieder statt und wird marxistische Bildungsarbeit betrieben. Als Schlaglichter der thematischen Vielfalt seien das sozialistische Kuba, die EU, Gewerkschaftsarbeit, die Krise des Kapitalismus, soziale Kämpfe, Antifaschismus, die Friedensfrage, Fluchtursachen, Imperialismus, Lenin und der Rote Oktober genannt. Ein fester Teilnehmerstamm und regelmäßig Gäste aus anderen DKP-Verbänden, befreundeten Organisationen und weitere Interessierte bereicherten diese Veranstaltungsreihe ebenso, wie die Zusammenarbeit mit SDAJ und dem Rotfuchs Förderverein. Mittlerweile ergänzen Lesekreise, Stammtische und Bildungsabende vor Ort das öffentliche Bildungsangebot.

Nicht verstecken
Der Öffentlichkeit präsentiert sich die DKP Mecklenburg-Vorpommern auf einer Internetseite mit bald 300 Beiträgen. Newsletter und neue Medien ergänzen den Auftritt im Netz. Seit 2014 erschienen zwölf Ausgaben unserer Zeitung „Roter Leuchtturm“ über einen Verteilerkreis in 24 Städten und Dörfern, sowie natürlich auch auf der Internetseite. Themenschwerpunkte waren jeweils zu den Ostermärschen, dem Internationalem Kampftag der Arbeiterklasse und dem Weltfriedenstag herausgegeben worden. So zum Beispiel Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn, Frieden mit Russland, Kinderarmut und Antifaschismus. Eine besondere Rolle spielte der EU-Wahlkampf 2014 und der Landtagswahlkampf 2016. Im nächsten Jahr wird die Landeszeitung umfangreicher um der Kommunalpolitik mehr Raum zu bieten.

Für die Straße
Besonderen Stellenwert in der politischen Tätigkeit muss für Kommunistinnen und Kommunisten die Aktion auf der Straße haben. Hervorzuheben ist auch hier der Landtagswahlkampf und unsere Friedensdemos 2015 und 2016 in Schwerin. Workshopwochenenden bereiteten die Aktionstage vor. Infostände, Verteilungen, Plakatierungen und das Stecken von Wahlkampfmaterial gehören nun regelmäßiger zu unserer Praxis, als dies vor der Verbandsgründung der Fall war. Neben der UZ und unserer Landeszeitung, waren auch hier eigene Flugblätter und Zeitungen der Gruppen entstanden. Die Gedenkarbeit gehörte zu unseren öffentlichen Auftritten, wir gedachten den Opfern der Weltkriege und der NSU-Morde, ehrten Widerstandskämpfer wie Ernst Thälmann und erinnerten an die Befreiung vom deutschen Faschismus, die Oktoberrevolution und 200 Jahre Karl Marx. Vor Ort wurden wir sichtbar am 1. und 8. Mai, dem Internationalem Frauenkampftag, Friedens- und Antifaaktionen, CSD und Gewerkschaftsdemos. Diese Aufzählungen sind längst nicht vollständig.

In der 50-jährigen Geschichte der DKP seit ihrer Neukonstituierung 1968, hat Mecklenburg-Vorpommern spätestens jetzt einen Platz. Der Landesverband hat Strukturen in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie eine Anbindung an die Gesamtpartei erarbeiten können, die Aktionstätigkeit wurde erhöht.

Wir danken allen Mitstreitenden und rufen weiterhin dazu auf: DKP stärken! Mitglied werden!

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