Fahrpreiserhöhung – Tageskarte 6,00 €!

Nun ist es wieder so weit. Die RSAG verkündet auf ihrer Seite, dass ab dem 01.02.2019 neue Tarife für die Nutzung von Bus, Straßen- und S-Bahn gelten. Für uns alle heißt das: abermals tiefer in die Tasche greifen. Beispielhaft seien die Preiserhöhungen von 2008 bis 2019 für die Kurzstrecke, den Einzelfahrschein sowie das Tagesticket aufgezeigt:

2008: 1,20 bzw. 1,70 bzw. 4,30
2011: 1,20 bzw. 1,70 bzw. 4,50
2012: 1,30 bzw. 1,80 bzw. 4,70
2014: 1,40 bzw. 2,00 bzw. 4,70
2017: 1,50 bzw. 2,10 bzw. 5,20
2019: 1,80 bzw. 2,30 bzw. 6,00

Leidtragende sind hierbei nicht nur Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose oder Alleinerziehende, sondern ganz klar alle Personen, die auf den ÖPNV in und um Rostock angewiesen sind. Verschiedene Abomöglichkeiten können nur punktuell die finanziellen Einbußen lindern. Auch das Jobticket steht nicht allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur Verfügung, auch potenziell nicht, da seine Inanspruchnahme eine Mindestabnehmerzahl von 20 Interessenten pro Betrieb voraussetzt. In Rostock gab es 2016 insgesamt 7.020 Unternehmen – 87,4 % von diesen hatten nicht einmal mehr als 9 Beschäftigte.

So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen einen sozialen, ökologischen und zukunftsträchtigen öffentlichen Personennahverkehr! Bereits 2014 organisierte sich ein Bündnis „Straßenbahn für alle!“ – es ist wieder Zeit, auf die Straße zu gehen!

– Stoppt die Preiserhöhung
– Runter mit den Preisen
– Für die Schaffung eines Sozialtickets von 25,00 €
– Hürden fürs Jobticket minimieren
– Für den Ausbau des Streckennetzes
– Statt Prestige- und Protzprojekten soll ein kostenloser ÖPNV aus dem Stadthaushalt finanziert werden

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