Die EU ist schlecht für Jugendliche (Teil 1, 2 und 3)

Die folgenden Texte stammen vom SDAJ Landesverband Waterkant und seinen Gliederungen in Mecklenburg-Vorpommern. Wir bedanken uns für das Erstellen der Artikelreihe.

(Teil 1)
Gerne und viel wird auf europäischer Ebene über Arbeitszeiten, Kündigungsschutz und Löhne diskutiert und dabei stets nach unten geschielt. Gibt es irgendwo in der EU ein Land , indem die arbeitenden Menschen und die Gewerkschaften nicht stark genug waren, Angriffe auf früher erkämpfte Rechte abzuwehren, geht die Debatte über niedrigere Löhne, längere (Lebens)-Arbeitszeiten, und weniger Kündigungsschutz auch in allen anderen Ländern los. Begründet mit europäischer Rechtsprechung und immer mit der Drohung begleitet, sonst die Produktion ins Ausland zu verlagern. Die Franzosen arbeiten (angeblich) billiger als die Deutschen. Die Griechen arbeiten billiger als die Franzosen und haben als Lohn dafür keine Ahnung, wovon sie noch leben sollen. All das trifft Jugendliche besonders hart, weil oftmals erst für sie jetzt beschlossene Veränderungen greifen, wie etwa die Rente mit 67 Jahren. Solange sich die Völker und Belegschaften in der EU derart gegeneinander ausspielen lassen, geht es mit erkämpften Rechten immer weiter bergab.

(Teil 2)
Der Sprecher der CDU/CSU Fraktion, Volker Kauder, erklärte jüngst im Fernseher, die Bundeswehr werde sich an Einsätzen beteiligen, für die ein EU-Mandat vorliegt. Doch was ist die EU? Die EU ist ein Wirtschaftsbündnis, das gegründet wurde, um die wirtschaftliche Interessen der starken Mitgliedsländer zu vertreten. Zunächst nur in Europa selbst, doch heute mit zunehmendem Maße auch weltweit. Die EU, das ist ein Bündnis ehemaliger Kolonialstaaten, die heutzutage unter dem Namen EU das tun, was sie schon als Kolonialmächte taten: ihre Wirtschaftsinteressen in Afrika, Asien oder sonst wo auf der Welt vertreten und durchsetzen, notfalls auch mit Waffengewalt und Kriegseinsätzen. Davon profitiert kein einziger Jugendlicher in der EU, im Gegenteil. Jeder Cent, mit dem weltweit Kriege finanziert werden, steht nicht für Bildung oder soziale Projekte zur Verfügung. Nebenbei bemerkt, diese, Kampfeinsätze zur Wahrung der Wirtschaftsinteressen ihrer Mitgliedsstaaten nutzende EU ist ironischerweise noch etwas: Friedensnobelpreisträger…

(Teil 3)
Mehr EU ist kein Garant für unseren Lebenstandart, unsere Demokratie und ist auch kein Zeichen gegen Nationalismus, viel mehr soll die Großmachtstellung des deutschen Imperialismus in Europa ausgebaut werden. Der Sozial- und Demokratieabbau in den so genannten „Pleitestaaten“ zeigt wohin die Reise gehen soll. Mehr EU bedeutet höhere Jugendarbeitslosigkeit! Durch die Krisenpolitik liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland schon bei 50%, aber auch wer Arbeit hat ist betroffen. Unsere Arbeitsbedingungen verschlechtern sich immer weiter. Mehr EU bedeutet Krieg! Die EU ist kein Garant für Frieden, ganz im Gegenteil. Sie sorgt für Aggression nach außen und Repression nach Innen. Auch hier wieder im Interesse des deutschen Imperialismus. Mehr EU bedeutet Rassismus und Abschiebung! Sie sagen die EU steht für ein besseres miteinander der Völker. Doch in Wahrheit steht die EU für brutale Grenzsicherung und Schürung rassistischer Vorurteile. Die DKP tritt als einzige Partei mit einem klaren Nein zum Europa der Banken und Konzerne an. Es geht ihr nicht darum ins Parlament zu kommen, sondern um den Widerstand eine Stimmt zu geben.

Kommentare sind geschlossen.

  • Newsletter